Gelungenes Onboarding schafft starke Unternehmensbindung

Es gibt immer noch genügend Firmen, für die das Wort „Onboarding“ ein Fremdwort ist und die damit wichtige Chancen für eine schnelle Integration und langfristige Bindung von neuen Mitarbeitern vertun. 

Was ist Onboarding und warum ist es so wichtig? 

Eigentlich beginnt der Prozess schon in dem Auswahlverfahren. Denn hier sollten beide Parteien eine Überprüfung der kulturellen Übereinstimmung vornehmen, das sogenannte „Cultural Fit“. Hier geht es um den Abgleich von Werten, der jeweiligen Anpassungsbereitschaft und dem Umgang miteinander. 

Das Onboarding ist insbesondere in Unternehmen mit mehreren Generationen und damit auch verschiedenen Kommunikationsfarten besonders wichtig.

Es bedeutet die schnelle und gute Integration des Mitarbeiters in das Unternehmen, in die Abteilung und das Team. In Bereichen, in denen eng zusammengearbeitet wird, entscheiden Werte in Form der Art und Weise der Kommunikation, Verhalten und Soft Skills über Erfolg und Misserfolg. Fühlen sich Kollegen wertgeschätzt und als Teil eines Teams, das an einem Strang zieht, erhöht sich automatisch die Mitarbeitermotivation und damit die Produktivität. 

Im Integrationsprozess werden Werte, Kultur, Kommunikation und der zwischenmenschliche Umgang offengelegt und vermittelt. Hier erweist sich schnell, ob die Zusammenarbeit für beide Seiten passt. Tut sie das, findet in diesen ersten Tagen und Wochen die Bindung ans Unternehmen satt. Später wird diese z.B. durch Personalentwicklungsprogramme vertieft. In dieser Zeit haben beide Parteien die Chance zu sehen, ob es gegebenenfalls doch nicht passt und das gilt es in kürzester Zeit herauszufinden – im Interesse beider Parteien.

Den Unternehmen sollten ihre Unternehmenskultur und Werte klar, schriftlich festgehalten sein und zur Aushändigung parat liegen. Das sind quasi die kulturellen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit.

Bewerber und neue Mitarbeiter machen sich häufig wenig Gedanken um ihre eigenen Werte. Erst im Tun merken sie dann, was für sie nicht akzeptabel ist. Das kann von der Kommunikation miteinander, über Hierarchien, Gepflogenheiten, Vorgehensweisen, Erscheinungsbild bis zum zwischenmenschlichen Umgang gehen. Auch von dieser Seite betrachtet ist der Prozess des Onboardings so wichtig. 

Onboarding ist also der erste Schritt zur Unternehmensbindung und verhindert eine hohe Fluktuation. 

Britta Balogh